MEN DON’T CRY
BaldSoon© Hannes Jung: Jährliches Treffen ehemaliger Gefangener 2018
Während des Festivals habt ihr am 18. Mai die Gelegenheit, Bruce Eesly persönlich in der Ausstellung zu treffen. Ergattert ein Exemplar seines Buchs NEW FARMER und lasst es euch signieren!
NEW FARMER gibt vor, eine Sammlung dokumentarischer Fotografien aus den 1960er Jahren zu sein, die die Erfolgsgeschichte der sogenannten Grünen Revolution in der Landwirtschaft abbilden: wissenschaftliche Experimente führen zu neuen hybriden Sorten, die deutlich mehr Erträge als herkömmliche Nutzpflanzen liefern. Doch im Verlauf der Erzählung werfen die Bilder immer mehr Fragen auf, bis sie gänzlich in die Absurdität abdriften. Es handelt sich nicht um die vorgegebenen historischen Fotografien, sondern um KI-generierte Bilder. Die dargestellte Geschichte weist Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Ereignissen auf, aber auch sie ist erfunden: In dieser alternativen Erzählung mündet die Grüne Revolution nicht in Feldern voller Monokulturen, sondern in Gemüse von absurder Größe.
Self-published in 2024 Softcover, saddle-stitched 148 x 210 mm / 5.8 x 8.3 in 40 pages + 1 insert 43 color images Printed in Germany
Sa. 10 Mai 19 Uhr OPENING Sa. 17. Mai 12-18 Uhr So. 18. Mai 12-18 Uhr So. 18. Mai 13 Uhr BOOK SIGNING Sa. 24. Mai 15-18 Uhr Sa. 24. MAi GUIDED TOUR PHOTOSZENE ANMELDUNG nur unter photoszene.de So. 25. Mai 15-18 Uhr So. 1. Juni 15-18 Uhr Do. 5. Juni 18-22 Uhr LANGER DONNERSTAG So. 8 Juni geschlossen So. 15 Juni 15-18 Uhr FINISSAGE in Anwesenheit des Künstlers.
NEW FARMER pretends to be a collection of documentary photographs from the 1960s that celebrate the successes of the Green Agricultural Revolution. As the narrative unfolds, the images start testing the viewer, hovering just slightly beyond believability until finally turning absurd. The work questions the dominant narrative of technological progress and explores our extractive relationship to nature, as well as the way history is made and perceived through images.
NEW FARMER gibt vor, eine Sammlung dokumentarischer Fotografien aus den 1960er Jahren zu sein, die die Erfolgsgeschichte der sogenannten Grünen Revolution in der Landwirtschaft abbilden: wissenschaftliche Experimente führen zu neuen hybriden Sorten, die deutlich mehr Erträge als herkömmliche Nutzpflanzen liefern. Doch im Verlauf der Erzählung werfen die Bilder immer mehr Fragen auf, bis sie gänzlich in die Absurdität abdriften. Es handelt sich nicht um die vorgegebenen historischen Fotografien, sondern um KI-generierte Bilder. Die dargestellte Geschichte weist Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Ereignissen auf, aber auch sie ist erfunden: In dieser alternativen Erzählung mündet die Grüne Revolution nicht in Feldern voller Monokulturen, sondern in Gemüse von absurder Größe.
New Farmer hinterfragt das technologische Fortschrittsnarrativ, unsere extraktive Beziehung zur Natur und die Art und Weise, wie Geschichte durch Bilder gemacht und wahrgenommen wird. In Zeiten von Desinformation und KI, in denen der Wahrheitsgehalt und der Beweischarakter von Fotografien zunehmend thematisiert wird, stellt die Arbeit die Frage: Konnten wir den Bildern jemals vertrauen?
BRUCE EESLY (1984) ist bildender Künstler und Gärtner aus Berlin. Er arbeitet mit Fotografie, Archiven, KI-generierten Bildern und einer Vermischung von Fakt und Fiktion, um die Zuverlässigkeit historischer Narrative zu hinterfragen. Seine Arbeit ist geprägt von einem Interesse an der Geschichte der industriellen Landwirtschaft und dem Status der Fotografie im Zeitalter der künstlichen Intelligenz. New Farmer wurde unter anderem bei den Rencontres d’Arles (Arles, 2024), im Haus am Kleistpark (Berlin, 2024) und beim Jimei x Arles International Photography Festival (Xiamen, 2025) ausgestellt.
Tina da Rocha ist eine Singer/Songwriterin, die in Deutschland lebt und ihre Familie in Kanada vermisst. Ihre ersten richtigen Song schrieb sie 2017 nach ihrer ersten Trennung. Im Jahr 2020 begann sie mehr Songs zu schreiben und sie entdeckte, wie wichtig dies in ihrem Leben war. Im Jahr 2022 veröffentlichte sie fünf dieser Songs. Link Homepage Tina da Rocha
Sa. 10 Mai 19 Uhr OPENING + LIVE-MUSIC TINA DA ROCHA Sa. 17. Mai 12-18 Uhr So. 18. Mai 12-18 Uhr So. 18. Mai 13 Uhr BOOKSIGNING Ersteht ein Exemplar von New Farmer und lasst es euch vom Künstler signieren! Sa. 24. Mai 15-18 Uhr Sa. 24. MAi GUIDED TOUR mit Nana Tazuke-Steiniger ANMELDUNG nur unter photoszene.de So. 25. Mai 15-18 Uhr So. 1. Juni 15-18 Uhr Do. 5. Juni 18-22 Uhr LANGER DONNERSTAG So. 8 Juni geschlossen So. 15 Juni 15-18 Uhr FINISSAGE MEET THE ARTIST AFTERNOON! Ein Sonntagnachmittag in Anwesenheit des Künstlers. Kommt vorbei!
Gandras ist eine dokumentarische Arbeit über das Leben in der Grenzregion zwischen Litauen und Weißrussland. Mit dem Zerfall der Sowjetunion und der Schaffung der Europäischen Außengrenze zwischen den beiden Staaten wurden viele Gemeinden entlang der Grenze auseinandergerissen.
Die Grenze zwischen Weißrussland und Litauen, zwei Ländern, die früher zur Sowjetunion gehörten, war einst kaum mehr als eine unbedeutende, dünne Linie auf einer Landkarte. Die Menschen in diesem Gebiet verkehrten frei miteinander und zogen von einem Land zum anderen. Trotz ihrer nationalen Vielfalt war die Bande ihres Gemeinschaftslebens stark. Familien heirateten häufig untereinander und schufen so eine gemeinsame soziale Identität.
Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahr 1991 und der Errichtung der europäischen Außengrenze zwischen Litauen und Weißrussland im Jahr 2004 wurden viele dieser Grenzstädte geteilt. Diese territoriale Neuordnung trennte nicht nur diese beiden Länder, sondern störte auch das einst harmonische Leben der Menschen, die dort lebten. Viele Familien wurden auseinandergerissen. Bäume wurden abgeholzt und durch Stacheldrahtzäune ersetzt. Ehepartner, Geschwister und enge Freunde leben nun eine ganze Welt entfernt, obwohl sich ihre Häuser nur wenige Meter auf der anderen Seite der Grenze befinden.
Diejenigen, die in den Dörfern entlang der litauischen Grenze geblieben sind, leben nun größtenteils zurückgezogen und vergessen. Diese zumeist älteren Menschen pflegen sorgfältig ihre Traditionen und sind gleichzeitig gezwungen, sich den Anforderungen der sich verändernden sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen zu stellen. Aufgrund ihrer Abgeschiedenheit und des Mangels an städtischer Infrastruktur sind sie in erster Linie auf das angewiesen, was die Natur ihnen bietet.
Die meisten sehnen sich nach der “guten alten Zeit”, als die Grenzen offen waren und die sowjetischen Kollektive noch funktionierten. Sie erinnern sich an eine Zeit, in der Hochzeitsmusik und Kinderlärm die Luft erfüllten.
Jasper Walter Bastian ist ein deutsch-amerikanischer Fotograf. Er studierte Fotografie an der Fachhochschule Dortmund und Fotojournalismus an der Danish School of Media and Journalism. In seinen fotografischen Arbeiten setzt sich Bastian mit der vielschichtigen Beziehung zwischen Territorium, Identität und Zugehörigkeit auseinander. Seine erste Monografie „Gandras – Land of the White Stork“ erschien 2022 im Charcoal Press Verlag.
ÖFFNUNGSZEITEN DER AUSSTELLUNG: SONNTAG 15-18 Uhr (OSTERSONNTAG GESCHLOSSEN)
Die Singer-Songwriterin aus Köln verbindet verträumten Indie-Folk mit atmosphärischen Klanglandschaften, die sie mit Gitarre und Loopstation zum Leben erweckt. Ihre Songs erzählen von zwischenmenschlichen Beziehungen, den Höhen und Tiefen des persönlichen Wachstums und der Suche nach Authentizität. Dabei schafft sie einen intimen Raum, der ihr Publikum zum Innehalten und Mitfühlen einlädt.
Der FOTORAUM lädt alle herzlich zur Finissage und Meet the artist afternoon am 15. Dezember ein. Am Sonntagnachmittag gibt es zum letzten Mal die Möglichkeit die Ausstellung»ANKOMMEN« anzuschauen und mit dem Künstler Malte Uchtmann ins Gespräch über seine Arbeit und die wunderbaren Buchprojekte zu kommen. Fürs leibliche Wohl wird auch gesorgt, sodass einem besinnlichen Ausklang des Ausstellungsjahres 2024 mit unseren Gästen nichts im Wege steht.