Bernar Venet

Bernar Venet

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Bernar Venet
4. September – 17. Oktober 2026

© Photo: Jerome Cavaliere

"Arcs in Disorder: 91 Arcs" Corten Stahl 2008-2021, Dimension ortsgebunden

Installation: Le Muy, Frankreich © Maxime Bruyelle, courtesy of the artist

Ausstellungstrailer "BERNAR VENET – Retrospektive 1961-2021 | Kunsthalle Berlin. Flughafen Tempelhof" – ein Projekt der Stiftung für Kunst und Kultur, Bonn, 29. Januar – 30. Mai 2022

Bernar Venet wurde 1941 in Südfrankreich geboren und zeigte schon von klein auf eine starke Anziehung zur Kunst. Mit 17 Jahren zog er nach Nizza und arbeitete als Bühnenbildner im Opernhaus von Nizza. Nach Abschluss seines Wehrdienstes widmete er sich ganz der Kunst. 1966 beschloss er, sich in New York niederzulassen, wo er ein Werk schuf, das mathematische und wissenschaftliche Texte einbezog und ihn als einen der Pioniere der Konzeptkunst etablierte. Venets Karriere ist von einer langen Reihe bedeutender Meilensteine geprägt. 1994 lud der damalige Pariser Bürgermeister Jacques Chirac den Künstler ein, zwölf Skulpturen aus seiner Serie "Indeterminate Line" auf dem Champ de Mars auszustellen. Nach dem Erfolg dieser besonderen Pariser Ausstellung wurde eine Wanderausstellung organisiert, die seine Werke nach Asien, Europa sowie Süd- und Nordamerika führte. Im Jahr 2008 lud Sotheby's Venet ein, 25 großformatige Skulpturen auf dem Gelände des Isleworth Country Club in Florida zu zeigen – es war das erste Mal, dass das traditionsreiche Auktionshaus an diesem Ort Werke eines einzelnen Künstlers ausstellte. Im Mai 2010 weihte der französische Präsident Nicolas Sarkozy eine 30 Meter hohe Skulptur ein, um den 150. Jahrestag der Wiedervereinigung Nizzas mit Frankreich zu feiern. Im Jahr 2011 wurde Bernar Venet als bisher vierter zeitgenössischer Künstler eingeladen, sein Werk auf dem Gelände des weltberühmten Château de Versailles zu präsentieren. Im Oktober 2019 wurde sein "Arc Majeur", der sich auf eine Höhe von 60 Metern erhebt, in Belgien an der Autobahn E411 zwischen Namur und Luxemburg eingeweiht. Er gilt als das "größte öffentliche Kunstwerk" der Welt. 1970 fand Venets erste Retrospektive in Krefeld statt, gefolgt von einer Ausstellung im New York Cultural Center im Jahr 1971. Anschließend nahm der Künstler an einer Reihe bedeutender Kunstveranstaltungen teil, darunter die "Documenta VI" in Kassel im Jahr 1977 sowie die Biennalen in Paris, Venedig und São Paulo. Venet hatte zudem bedeutende Retrospektiven im Museum Küppersmühle für Moderne Kunst in Duisburg und in der Kunsthalle Darmstadt (Deutschland); im Nationalmuseum für moderne und zeitgenössische Kunst in Seoul, im Busan Museum of Modern Art und im Seoul Museum of Art (Südkorea); im Institut Valencià d'Art Modern (IVAM) in Valencia (Spanien); im Műcsarnok in Budapest, Ungarn; sowie zuletzt in Frankreich im Musée d'Art Moderne et d'Art Contemporain (MAMAC) in Nizza, im Musée d'Art Contemporain (MAC) in Lyon in den Jahren 2018–2019 und mit seiner bislang größten Retrospektive in der Kunsthalle Berlin, Tempelhof, im Jahr 2022. Seine Rückkehr in die Pariser Kunstszene im Jahr 2023 war geprägt von zwei monumentalen Installationen auf der Place Vendôme. Venet hat in 2025 seinen Fokus auf institutionelle Ausstellungen gerichtet, mit parallelen Ausstellungen im Musée Picasso in Antibes, Frankreich, und im Guangdong Museum of Art in Guangzhou, China. Über 200 Monografien und Studien zum künstlerischen Schaffen Venets sind in verschiedenen Sprachen erschienen, mit Texten einer Reihe namhafter Kunsthistoriker. Eine Biografie des Künstlers von Catherine Francblin wurde 2022 veröffentlicht und zeichnet sein langes Leben nach. Seine Werke sind in mehr als 70 Museen weltweit zu sehen, darunter renommierte Einrichtungen wie das Museum of Modern Art (MoMA) in New York; das Solomon R. Guggenheim Museum in New York; das Centre Pompidou in Paris; das Hirshhorn Museum and Sculpture Garden in Washington, D.C.; die Hamburger Kunsthalle in Hamburg und das Musée d'Art Moderne et Contemporain (MAMCO) in Genf. Der Künstler erhielt zudem eine Reihe von Aufträgen zur Anfertigung monumentaler Skulpturen, die heute dauerhaft in Auckland, Austin, Bergen, Berlin, Bonn, Denver, Neu-Ulm, Nizza, Norfolk, Paris, Seoul, Shenzhen, San Francisco, Tokio und Toulouse aufgestellt sind. Bernar Venet gilt als der international am häufigsten ausgestellte lebende französische Künstler; seine Skulpturen wurden bereits in mindestens 30 öffentlichen Ausstellungen in Metropolen auf der ganzen Welt gezeigt.

1979 Erhält ein Stipendium vom "National Endowment for the Arts". 1988 Erhält den renommierten "Design Award" in den Vereinigten Staaten. 1989 Auszeichnung mit dem "Grand Prix des Arts de la Ville de Paris" durch Jacques Chirac, Bürgermeister von Paris. 1996 Auszeichnung mit dem Orden "Commandeur dans l'ordre des Arts et des Lettres" durch den französischen Kulturminister. 1997 Wird Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste mit Sitz in Salzburg, Österreich. 2005 Am 1. Januar verleiht ihm die französische Regierung den Orden "Chevalier de la Légion d'honneur". 2006 Erhält den Robert-Jacobsen-Preis für Bildhauerei von der Würth-Stiftung in Deutschland. 2011 Die französische Post gibt eine Briefmarke heraus, die an die Ausstellung des Künstlers in Versailles erinnert. 2013 Erhält den Internationalen Julio-González-Preis vom IVAM in Valencia, Spanien. 2016 Auszeichnung mit dem "Lifetime Achievement Award" durch das International Sculpture Center, USA. 2017 Auszeichnung mit dem 26. Prix de la Culture der Montblanc Cultural Foundation. 2019 Erhält den Prix François Morellet für seine Lyrik, insbesondere für die Publikation "Poetic? Poétique? Anthology 1967–2017". 2020 Wird Mitglied der Royal Society of Sculptors in London, Großbritannien. 2022 Ernennung zum "Künstler des Jahres" von der AFMI (American Friends of Museums in Israel), New York, USA.

H.l. "84.5° Arc x 13", Corten Stahl 2021, 511 x 2380 x 560 cm

V.r. "Effondrement: 55 Arcs", Corten Stahl 2023, Dimension ortsgebunden

Ausstellung "Bernar Venet, "La Parabole de l'Histoire"", Place Vendôme,

Paris 18. März - 17. April 2023, kuratiert von Jérôme Sans